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TG 1 • Knappe Niederlage durch äußere Umstände

Alfeld/Münden. Fassunglose Gesichter bei Spielern, Verantwortlichen und Zuschauern schon während des Spiels und nach dem Abpfiff noch mehr. In der Partie der Jungs gegen den SV Alfeld hatte die TG von Anfang an das Nachsehen, aber nur bei den Entscheidungen der Unparteiischen. Ganz eklatante Mängel in der Regelauslegung verhinderten oftmals einen Torwurf oder gewährten den Alfeldern eine Überzahl von bis zu sechs gegen drei. Trotzdem die TG das bessere Team war, konnte sich der Gastgeber knapp mit 30:29 (15:12) durchsetzen.

Die TG konnte nach einem schnellen Ballgewinn mit 0:1 in Führung gehen, doch der SV Alfeld nutzte dann zwei Fehlversuche der TG und die Zuordnungsprobleme im Rückzug zu zwei schnellen Toren. Bis zum 5:5 ging das Spiel hin und her, dann zündete der TG-Turbo das erste Mal. Vier Tore in Serie zum 5:9 zeigten, dass die spielerisch und mit schnellem Handball gleichermaßen zum Erfolg kam.

Dann kam die Stunde der Männer in blau in der ersten Hälfte. Die TG im Angriff, Zeitspiel wird angezeigt, Kevin Knieps geht in den Zweikampf und holt eine gelbe Karte heraus. Demnach wird das Zeitspiel aufgehoben und die TG kann neu aufbauen. Nicht so am Sonntag Nachmittag. Der Freiwurf wird ausgeführt, der Arm der Schiedsrichter bleibt erhoben, nach dem zweiten Pass geht erneut Knieps in den Zweikampf mit vollem Zug zum Tor, die Schiedsrichter pfeifen ab. Keine zwei Angriffe später wird das Ganze noch skurriler. Nachdem das Zeitspiel angezeigt wurde, erfolgte ein Torwurf, es gibt Freiwurf für Münden nach gepfiffenem Foulspiel. Der Freiwurf wird ausgeführt, Knieps ist derjenige, der den Pass bekommt. Er will von der Neun-Meter-Linie aufs Tor werfen doch im Sprung wird wegen Zeitspiels abgepfiffen. Dies waren die Highlights aus dem ersten Durchgang, an dessen Ende die TG mit 15:12 hinten lag. Drei Tore, die zu verschmerzen waren, immerhin stand die TG kurzzeitig mit drei gegen sechs auf dem Feld und lies dabei nur zwei Tore zu.

Die Ansage in der Halbzeitpause war ganz klar: "Egal, was gepfiffen wird, wir spielen unser Spiel weiter, ohne eine Entscheidung zu kommentieren."

Zu Beginn des zweiten Durchgangs schienen die Schiedsrichter eine klare und auf beiden Seiten gleichermaßen konsequente Linie zu finden. Bei gleicher Regelauslegung auf beiden Seiten kam die TG auch zu ihren Chancen und lag nach 40 Minuten mit 16:17 in Front. In der 39. Minute erhielt Kapitän Jann Rentsch dann nach einem von den Schiedsrichtern gesehenen Schlag ins Gesicht eines Alfelder Angreifers die direkte rote Karte, zu der der betroffene Alfelder Spieler nach dem Abpfiff selbst sagte, dass die Bestrafung den falschen Spieler getroffen hatte. Im Eifer des Gefechts eine Entscheidung, die man so akzeptieren kann. Der Aha-Effekt trat bei der TG ein und die Jungs erkämpften sich weiter Tor um Tor Vorsprung. In der 50. Minute erzielte Thomas Eisenbach den Treffer zum 22:26 für die TG. Im folgenden Angriff versuchte es der Linkshänder erneut von der Rechtsaußenposition, bekam dabei aber Kontakt und blieb verletzt liegen. Während einer der Schiedsrichter neben dem verletzten Spieler stehen blieb, trug Alfeld eine halbherzige zweite Welle vor, nutzte die auf Grund der Verletzungssituation vorherrschende Unordnung in der TG-Deckung und erzielte ein Tor. Dass die Gesundheit des Spielers Vorrang genießt, wurde dabei außer Acht gelassen.

Als noch zehn Minuten zu Spielen waren, setzten sich die Schiedsrichter erneut gut in Szene. Trikotziehen von hinten, Schubsen im Wurf und dergleichen blieben unbestraft und ermöglichten Alfeld gute Chancen, so dass die Gastgeber zum 26:26 ausgleichen und kurz darauf mit 28:27 in Führung gehen konnten.
In der letzten Minute hatte Alfeld beim 29:29 den Ball, erspielte sich keine klare Gelegenheit und bekam Zeitspiel angezeigt. Doch nun wurden scheinbar die in der ersten Hälfte aufgesparten Abspiele den Alfeldern zugeschrieben, die sich nach zwei Pässen drei Mal einen erneuten Freiwurf erspielen und dadurch letztendlich das 30:29 erzielen konnten. Der letzte Mündener Versuch, ein Kempa von Nico Backs auf Thomas Eisenbach scheiterte. Auch hier hätte man der TG einen Freiwurf zusprechen können, da Eisenbach mit deutlichem Gegnerkontakt eingeflogen kam und beim Wurf gestört wurde. Da es aber Abwurf gab, konnten die Gastgeber ihren Vorsprung in den letzten 10 Sekunden herunterspielen und sich nun wieder Hoffnung machen im Abstiegskampf.

"Es hat heute einfach nicht gereicht, nur besser zu sein. Bei solchen Spielen muss man zwei Klassen besser sein, um zu gewinnen. Die Oberliga hat es nicht verdient, dass der Handball so zerfahren wird. In einem Spiel, in dem beide Abwehrreihen gleichermaßen arbeiten doppelt so viele Zeitstrafen zu kassieren wie der Gegner, macht es doppelt schwer, erfolgreich zu sein.", sah Thomas Eisenbach ganz nüchtern das Ergebnis und die Ereignisse der vergangenen 60 Minuten.

Zwar ist die niederlagenlose Serie der TG nun gerissen, die Umstände die dazu geührt haben sorgen allerdings nicht dafür, dass man sich vor dem Derby gegen die HG Rosdorf/Grone Sorgen machen muss. Kampf, Moral und Einsatzwille haben gestimmt. Das Spiel erzeugte schon nach Abpfiff eine Jetzt-erst-Recht-Stimmung, die mit in die Freitag-Abend Begegnung genommen wird.

Einen Sieg hat die TG aber mit deutlichem Abstand eingefahren: Das Duell der Fans! Vielen Dank für eure tolle Unterstützung! (tg)


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