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TG 1 • TG schafft es nicht, sich zu belohnen

Münden. Irgendwie ist der Wurm drin bei den Handballern der TG Münden. Vor einer Woche die Niederlage gegen Lehrte ging in Ordnung, da war die Mannschaft nicht wirklich präsent. Aber die zwei Spiele davor und insbesondere natürlich die gestrige Begegnung waren für Jungs sehr bedrückende Partien. Beim 30:34 (18:15) gegen den MTV Großenheidorn war durchaus (wieder mal) ein Sieg möglich. Aber es sollte am Ende erneut nicht zu zwei Punkten und einer Belohnung für einen tollen Kampf reichen. 

Die Mündener waren in dieser Partie von Anfang an da, sie strahlten eine ganz andere Körpersprache aus, als noch zuvor. Das mussten die verbleibdenden Kämpfer auch, denn der Kader an diesem Spieltag war arg dezimiert. Gerade einmal neun etatmäßige Spieler standen auf dem Protokoll. Unterstütz wurden die Jungs dabei von Johannes Oppermann und Basti Toll, die schon vor dem Spiel ihren Einsatz in der 2. Mannschaft hatten, aber dennoch für weitere 60 Minuten parat standen. Es dauert zwar hüben wie drüben jeweils zwei Angriffe, dann jedoch eröffnete Daniel Lieberknecht den Torreigen der ersten Hälfte, die Zuschauer durften sich bereits nach kurzer Zeit wieder setzen und von da an sitzend applaudieren. Und dafür hatten sie auch allen Grund, denn sie sahen motivierte, kämpferisch starke und vor allem in der Abwehr sehr bewegliche Mündener, die jeden Zentimeter Hallenboden verteidigten, der zwischen den Gästen und dem eigenen Tor lag. Eine agile Defensive, die den Gast zu vielen Würfen aus dem Rückraum zwang und ein Daniel Voß im Tor, der diese Bälle ein ums andere Mal wegnahm waren der Grundstein für eine erfolgreiche erste Hälfte, in der vor allem die Flügekzange Nico Backs und Daniel Lieberknecht zu überzeugen wusste und viele sehenswerte Tempogegenstoßtore erzielte. 12 Treffer gingen auf das Konto der beiden, es wären noch mehr geworden, hätten die Unparteiischen nicht zwei Treffer des Mündener Rechtsaußen abgepfiffen. 

Den stark herausgepsielten Vorsprung gab die TG leider gleich in den ersten vier Minuten nach dem Seitenwechsel wieder her. Danach berappelten sich die Spieler aber und zunächst Jendrik Janotta und anschließend Christian Grambow sorgten wieder für eine Führung der TG. Dann eine Schlüsselszene des Spiels in der 36. Minute. Nach einem Zweikampf geraten der angreifende Christian Grambow und der abwehrende Bertrand Salzwedel aneinander und tauschen kurze Nicklichkeiten aus. Sie selbst klären die Situation unter sich und geben sich die Hand. Doch die Schiedsrichter drückten dieser Situation ihren eigenen Stempel auf und disqualifizierten beide mit direkter roter Karte (ohne Bericht). Zum Glück war die Spannung der ersten Hälfte im gesamten Team geblieben. Die Jungs verfielen nicht in eine Schockstarre. Sie überstanden die 5:5 Situation schadlos, gerieten in der 40. Minute erstmals wieder in einen Rückstand. Kurz danach lagen sie mit drei Toren zurück. Aufgeben war für die Spieler auf der Platte aber keine Option. Sie ackerten, die rackerten vorne und hinten und waren beim 30:31 bei knapp drei Minuten Restspielzeit wieder dran. Leider erzielte die TG von da an keinen weiteren Treffer, musste aber noch drei weitere hinnehmen. Auch Tim Gerland, der zwischenzeitlich ins Tor gekommen war und gute Paraden zeigte konnte daran nichts mehr ändern. "Wir müssen einfach in einer so entscheidenden Phase des Spiels viel viel cleverer spielen und dürfen nicht in Hektik verfallen und vorschnelle Aktionen suchen. Vor allem, wenn im gesamten Spiel nur ein oder zwei Mal Zeitspiel angezeigt wird. In dieser Situation hat dann ein Schlüsselspieler wie Christian gefehlt, der einfach auch mal von hinten ein leichtes Tor werfen kann.", wusste Kapitän Jann Rentsch nach Spiel dennoch, dass mit einer solchen kämpferischen Energieleistung bei einigen anderen Spielen auch zwei Punkte drin gewesen wären. Aber es kommt eben darauf an, auf den Punkt sein Leistungspensum abzurufen und umzusetzen. 

Doch das, was der Spielführer der TG über 60 Minuten lang von seinen Mitspielern sah, das haben auch die Mündener Zuschauer gesehen, die über 60 Minuten voll mitgingen. Diese Wechselwirkung von Kampf auf dem Feld und den Anstrengungen von außen ist genau das, wodurch viele Spiele überhaupt erst gewonnen werden können. Nur laute Zsuchauer gewinnen kein Spiel, genau so wenig wie eine Mannschaft, die alles gibt, aber kein Feedback von ihren Anhängern erfährt. Erst so wird doch so ein Handballspiel auch zum Erlebnis, das sich zu besuchen lohnt. Wenn jeder aktiv dabei ist, dann geht immer was!(tg)

TG Münden: Voß, Gerland - Oppermann, Toll 1, Prinz 1, Grambow 4/1, Michalke 2, Backs 11/4, Janotta 4, Rentsch 2, Lieberknecht 5


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